Erster Eindruck
Wie ich bereits am Wochenende geschrieben habe, ist der erste Eindruck einfach faszinierend. Eine absolut schlichte Verpackung, keine unnützen Inhalte im Paket.
Alles Mac!
Im Paket befinden sich das Macbook - na klar :) - ein Netzteil mit zwei verschiedenen Aufsätzen, eines mit langem Kabel und eins für den direkten Anschluss an eine Steckdose. Ferner sind noch zwei Installations-CDs enthalten, die ich gar nicht gebraucht habe. Das Betriebssystem ist vorinstalliert und nach etwa zwei Minuten Konfiguration ist das Macbook komplett einsatzbereit! Das kleine mitgelieferte Handbuch, mit einigen Einsteiger- sowie Supportinformationen trägt die Aufschrift “Alles Mac“. Die zwei Installations-CDs, die Garantiekarte und diverser Kleinkram, wie z.B. zwei Apple-Aufkleber (Apfelsymbol) sind in einer kleinen Packung mit der Aufschrift “Alles andere”! Vom Handbuch habe ich nur eine einzige Seite bislang gebraucht. Diese Seite erklärt, wie man den Arbeitsspeicher des Macbooks erweitert. Ich habe nämlich mein Macbook mit maximaler Größe, nämlich 4 GB, Arbeitsspeicher ausgestattet.
Multimedia mit iLife
Ein sehr nettes Objekt ist die Fernbedienung, die bei Aktivierung “Front Row” öffnet. Mit diesem Programm “wandelt” sich das Macbook in eine Multimediastation, mit wenigen Menupunkten, zum Ansehen von Videos, Fotoalben oder einfach zum Lauschen von Musik - komplett über diese Fernbedienung steuerbar! Einem guten Film am Abend steht damit also nichts im Weg, auch der quälende Weg danach zum Ausmachen ist damit gespart.
iPhoto
iPhoto hat mich direkt gefesselt. Ich habe meine Digitalkamera angeschlossen. Diese wird direkt vom Mac OS auch als solche erkannt und es öffnet sich iPhoto. Mit iPhoto lassen sich absolut einfach alle Bilder verwalten. Diese werden Events oder auch einem oder mehreren Alben zugeordnet und das war es auch schon. Man kann jede Menge mit den Bildern natürlich anfangen. Angefangen bei einer einfachen Slideshow, über dem Versenden als E-Mail bis hin zum kompletten Ausdruck als Jahreskalender, einem kleinen Bilderbuch oder einer Fotokarte. Einfacher kann man meiner Meinung nach seine Bilder nicht mehr verwalten!
iMovie
Die Verwaltung von Bildern zu bestimmten Events ist abgedeckt und Videos werden durch iMovie organisiert. Man kann diese genauso wie Bilder in iPhoto einem Event zuordnen und natürlich ansehen. Des Weiteren kann man auch Videos teilweise bearbeiten und kleine Clips zusammensetzen! Sehr viel habe ich mich damit aber noch nicht beschäftigt, da ich mit Videos allgemein auch - zumindest der Bearbeitung von Videos - kaum beschäftige.
iTunes
Was iPhoto mit Bildern macht, macht iTunes eben mit vorrangig mit Musik. Die komplette Verwaltung der eigenen Musik ist über iTunes möglich. Ob Podcasts, Radio oder Musik und Filme. Die Mediathek von iTunes kennt ziemlich viel! Ich nutze iTunes auch auf meinem Desktop-Rechner, welcher eine externe Festplatte besitzt, auf der meine gesamten Daten liegen, also auch meine Musik. Ein sehr nützliches Feature innerhalb von iTunes ist in der Konstellation mit dem Macbook nun die “gemeinsamgenutzte Bibliothek”, mit der ich direkt mit einem iTunes eines Rechners auf die Bibliothek des anderen zugreifen kann und somit auf beiden alle Mediadaten zur Verfügung habe, solange diese verbunden sind. Was ich sehr schade finde: ich kann mir vom Desktop-PC leider keine Musik über diese gemeinsame Bibliothek auf mein Macbook kopieren!
Kontakte und Kalender auf dem iPod
Was ich vor Wochen unter Windows nur mit unzufriedenem Ergebnis verwirklichen konnte, ist mit dem Mac OS kinderleicht: Kontakte und Kalendar zwischen dem Macbook, meinem Handy und meinem iPod touch zu synchronisieren. Das Mac OS und der iPod touch nutzen genau dieselben Standards und können so untereinander perfekt synchronisieren, genau das lief unter Windows mit iTunes schief! iCal und das Adressbuch im Mac OS sind absolut solide aufgebaut und haben alle notwendigen Funktionen. Was mich an iCal bislang als einziges stört: ich kann keinen Kalender, der auf einem Microsoft Exchange Server liegt, mit aufnehmen.
Gewöhnungssache
Am Anfang ist Mac OS ziemlich gewöhnungsbedürftig. Die zusätzliche Apfeltaste, die ein Mac besitzt, übernimmt ziemlich viele Aufgaben, doch den Dreh hat man recht schnell raus. Es gilt die einfache Faustregel: “Was du unter Windows oder Linux mit Strg oder Alt gemacht hast, probier mit der Apfeltaste!” - es funktioniert :) Programme schließen ist kein einfacher Klick auf das Schließen X. Das Programm an sich wird nicht beendet, was es bei häufiger Nutzung natürlich schneller starten lässt, aber irreführend ist für Programme, die man nicht so oft benutzt. Ich war vorher Windows und Linux Benutzer und kenne daher beide Betriessysteme sehr gut. Mac OS vereint beide Vorteile in meinen Augen. Es ist so einfach zu bedienen wie Windows und bietet die Stabilität eines UNIX-Betriebssystems, denn das ist Mac OS. Hat man sich einmal daran gewöhnt, geht alles von der Hand. Mac OS ist um einiges intuitiver als Windows, was auch erstmal erlernt werden muss. Klingt zwar komisch, ist aber so!
Spotlight und Quicksilver
Spotlight dient als Indexierungsdienst, den man sehr gut zum Starten von Anwendungen oder zum Suchen von Dateien und vielem mehr nutzen kann. Quicksilver ist im Prinzip genau dasselbe, nur besser, schneller und schöner. Es wird sich bei der Eingabe eines Suchbegriffes gemerkt, was zuletzt und häufig verwendet wird und direkt vorgeschlagen. Ich nutze z.B. Firefox als Browser. Ich öffne also per Tastendruck (Apfel + Leertaste) Quicksilver, tippe “f” ein und das recht schon, einmal “Enter” und Firefox ist da. Das funktioniert bei jedem Programm, jede Datei und allem anderen häufig genutztem.
Design & more
Das Macbook hat ein super edles Design, was sich wirklich sehen lassen kann. Der weiße Klavierlack ist absolut klasse. Der leuchtende Apfel im Betrieb ist eine Augenweite und auch die Ergonomie, sowie die Positionierung der Anschlüsse sind gut gewählt. Das Combo-Laufwerk hat einen Staubfilter vorne dran, das ist eine Seltenheit für sich! Das Macbook wirkt einfach gut durchdacht, so wie alles, was ich bislang von Apple kenn! Alles in allem ein gelungenes Notebook, das ich jedem ans Herz legen kann!