31.05.2008

wp-oneinstall

Ich hatte bereits geschrieben, dass es mich tierisch nervt, mehrere WordPress-Installationen immer aktualisieren zu müssen. Ich habe mich heute mit dem WordPress Plugin ‘wp-oneinstall’ nochmal beschäftigt und es macht genau das, was ich gesucht habe und die Konfiguration ist recht einfach.

Installation

Ich installier Plugins immer über svn:externals und habe daher ganz einfach in meiner WordPress-Installation folgenden Eintrag in die svn:externals von /wp-content/plugins/ hinzugefügt:

wp-oneinstall http://svn.wp-plugins.org/wp-oneinstall/trunk/

Nach einem ’svn up’ ist das Plugin also installiert und kann im WordPress aktiviert werden.

Konfiguration

Ein kleiner Hinweis vorweg, der erste Blog, auf dem man wp-oneinstall aktiviert und danach alle anderen einträgt, ist sozusagen ein Master-Blog.

wp-oneinstall

Die Konfiguration, eigentlich recht einfach, muss an mehreren Stellen stimmen. Zum Einen braucht man für alle WordPress Instanzen die Datenbankdaten, um das Plugin auf diese Installation anwenden zu können. Sobald man diese hat, trägt man diese samt den Domainnamen, unter denen die anderen WordPress Instanzen erreichbar sein sollen ein. Dies sieht dann etwa wie auf dem folgenden Screengrab aus. wp-oneinstall

Webserver

Der Webserver sollte die Anfragen an die Domain ebenfalls an die korrekte Installation (den Pfad auf dem Server) delegieren. Ich nutze dafür ganz einfach VirtualHosts - nachfolgend ein Beispiel, wie es derzeit online läuft (wesentlicher Ausschnitt).

<VirtualHost 88.84.142.40:80>
        ServerName toni.uebernickel.info:80
        ServerAlias www.toni.uebernickel.info
        ServerAlias uebernickel.info
        ServerAlias *.uebernickel.info
        ServerAdmin "toni@uebernickel.info"
        DocumentRoot /var/www/wordpress
</VirtualHost>

Dementsprechend kann man auch andere (Sub-)Domains auf den selben Ordner verlinken und die Einträge im wp-oneinstall vornehmen.

Vor- und Nachteile

Wie so ziemlich alles hat auch dieses Plugin Vor- und Nachteile, auf die ich kurz eingehen möchte.

Wartung

Der klare Vorteil ist die Wartung der Installation von WordPress, allen Plugins und Themes, die man installiert. Es gibt einen zentralen Punkt, der auf alle WordPress-Instanzen direkt wirkt. Die Plugins können je Instanz einzeln an/ausgeschalten werden - perfekt. Bei den Themes ist das etwas anders. Da hier direkt auf Dateien gearbeitet wird, ist es nicht empfehlenswert in den Themes zu editieren, oder wenn Anpassungen gemacht werden müssen lieber das Theme einmal kopieren.

Datenbankzugriff

Die Administratoren der einzelnen WordPress-Instanzen, die unter wp-oneinstall laufen, können alle Datenbankzugangsdaten einsehen. Dies ist ganz klar ein Nachteil. In meinem Fall weniger tragisch, da ich der Administrator aller WordPress-Instanzen auf diesem Server bin, und es keinen weiteren gibt. Abhilfe könnte wp-oneinstall dem geben, indem die Passwörter nicht mehr in den Eingabefeldern drinstehen und beim Ändern erst geprüft wird, ob die DB-Daten gültig sind und sie dann - und nur dann ändert.

Installation neuer Blogs

Das hab ich bislang noch nicht ganz raus, wie man nun einen neuen Blog installiert. Ich hab einfach kurz ein WordPress genommen, installiert und danach im wp-oneinstall eingetragen. Meiner Meinung nach etwas umständlich, aber so oft richtet man ja keinen neuen ein :) Ich vermute sogar, dass es da einen weitaus eleganteren Weg gibt, habe diesen aber (auch aus Zeitgründen) noch nicht näher untersucht/gefunden.

Fazit

Ich bin soweit zufrieden. Ich werde in der folgenden Woche noch eine Anfrage beim Entwickler von wp-oneinstall stellen, dass die DB-Zugangsdaten mehr geschützt sind und man somit auch unabhängige Administratoren für die einzelnen Blogs stellen kann, dann wäre wp-oneinstall noch ein ganzes Stück besser!

Hier noch eine Liste der Blogs, die ich derzeit auf einer WordPress-Codebasis laufen lasse.

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